Stillstand in der Raffinerie Heide im September

Reparatur- und Reinigungsarbeiten gehören zum Tagesgeschäft der Raffinerie. Ein- bis zweimal im Jahr finden allerdings größere Inspektionen statt, sogenannte Stillstände. Diese dienen zum einen der Sicherheit zum anderen werden sie aber auch in regelmäßigen Abständen gesetzlich gefordert. Die erforderlichen Prüfungen werden von externen TÜV-Sachverständigen und der internen Inspektionsabteilung der Raffinerie durchgeführt und begleitet. Die Anlagen werden für die Maßnahmen abgefahren, geöffnet, gereinigt, inspiziert und falls erforderlich repariert. Allerdings werden pro Stillstand immer nur ein Teil der Anlagen abgestellt.

Fakten

  • Der Zeitraum der Inspektionsarbeiten beträgt sechs Wochen. Mitte August wurde die Arbeit aufgenommen und bis zum 21. September sollen alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten abgeschlossen sein. Gearbeitet wird rund um die Uhr an sechs Tagen die Woche.
  • Die Raffinerie investiert 14 Millionen Euro in die Wartung ihrer Anlagen.
  • Es sind viele Bereiche involviert: Das Team des Arbeitsbereichs Pyrolyse, das Team Instandhaltung, die Inspektion, Technologen, Feuerwehr, Labor uvm.. Es werden fast 800 Mitarbeiter von 40 Partnerfirmen die Stammmannschaft des Stillstand Teams der Raffinerie zusätzlich unterstützen. Die bereichsübergreifende Zusammenarbeit und eine gute Kommunikation sind bei solchen Großprojekten besonders gefragt.
  • Die Großinspektion betrifft in diesem Jahr die Pyrolyse / MTBE. 150 Wärmetauscher, 110 Behälter, 20 Kolonen, acht Öfen und circa 450 Sicherheitsventile sowie Armaturen werden in der Zeit des großen Stillstands gereinigt, inspiziert, instandgesetzt und technisch abgenommen. Des Weiteren erfolgt die Grundüberholung von elf Großmaschinen und die Bearbeitung von 150 Rohrleitung Cairs.
  • Große Stillstände erfordern eine lange Vorlaufzeit. Für die umfangreiche Planung und Koordination der Stillstände ist die Abteilung Stillstandsplanung der Raffinerie Heide verantwortlich. Zusammen mit den anderen Abteilungen der Instandhaltung begleitet sie auch die Durchführung. Gefragt sind hier Präzision und Disziplin, Fingerspitzengefühl und eine gute Organisation sonst drohen Verzögerungen, Sicherheitsrisiken und hohe Mehrkosten für das Unternehmen.
  • Die Auswirkungen des Stillstandes sind hier vor Ort kaum spürbar. Die Region wird dennoch beliefert. Einzig die Abgabe von Fernwärme in die umliegenden Gemeinden kann auf Grund der reduzierten Produktion schwanken.

Über die Raffinerie Heide

Die Raffinerie Heide GmbH ist ein Unternehmen der Klesch-Gruppe und zählt mit rund 500 Mitarbeitern und 40 Auszubildenden zu den größten Arbeitgebern in Dithmarschen, Schleswig-Holstein. Das Unternehmen verfügt über eine Verarbeitungskapazität von 4,5 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr, so viel wie der komplette Mineralölbedarf SchleswigHolsteins. Die 1940 erbaute Raffinerie produziert klassische Mineralölerzeugnisse wie Ottokraftstoffe, Diesel- oder Flugkraftstoff. Zudem stellt sie leichtes Heizöl sowie Grundstoffe für die chemische Industrie her.

 

Die Pressemitteilung als Download

Stillstand in der Raffinerie Heide im September

nach oben